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Prophylaxe - Die Helferin im Mittelpunkt des Präventiven Konzeptes
Dozentin: Dr. Elfi Laurisch

Programm

Bei der Umsetzung des präventiv orientierten Praxiskonzeptes spielt das zahnärztliche Team und insbesondere die präventiv geschulte Zahnarzthelferin eine entscheidende Rolle. Der zukünftige Aufgabenbereich der zahnärztlichen Helferin geht weit über die bisherige alleinige Assistenztätigkeit hinaus:
In Ihrer neuen Funktion repräsentiert sie das Angebot von Gesundheitsleistungen der Zahnarztpraxis und ist von daher auch maßgeblich am Erfolg der präventiv orientierten Praxis beteiligt.

Zur Umsetzung des präventiv orientierten Praxiskonzeptes ist eine Vielzahl anamnestischer und diagnostischer Parameter nötig. Ein wesentlicher Bestandteil bei der Ermittlung der individuellen Kariesgefährdung ist die Bestimmung des oralen Infektionsniveaus. Ziel der durchgeführten Prophylaxemaßnahmen ist eine Reduktion dieses Infektionsniveaus. Notwendige Rahmenbedingungen zur Umsetzung von Prävention in der Praxis und zur Motivation des Patienten werden aufgezeigt.

Anhand von Videosequenzen und Computeranimationen werden wichtige Behandlungs- und Motivationsschritte erklärt, demonstriert sowie fachliches Wissen vermittelt. Die aufgezeichneten Gesprächsabläufe mit den Patienten ermöglichen eine direkte Umsetzung in den Praxisalltag. Jede Kursteilnehmerin führt an sich selbst unter Anleitung einen Speicheltest zur Ermittlung ihres bakteriellen Infektionsniveaus durch.

Kursinhalte:

1. Die Diagnose der individuellen Kariesgefährdung als Voraussetzung einer bedarfsorientierten Individualprophylaxe.

  • Ermittlung der bisherigen Karieserfahrung
  • Ermittlung des bakteriellen Infektionsniveaus
  • Ermittlung der die Infektion begünstigenden Faktoren

2. Bedarfsorientierte Individualprophylaxe mit dem Ziel der Reduktion kariesrelevanter Keime

  • Reduzierung des Süßigkeitenkonsums
  • Anwendung von antibakteriell wirkenden Substanzen
  • professionelle Zahnreinigungsmaßnahmen

3. Möglichkeiten der Schaffung kariesfreier Zustände durch Veränderung der Schmelzqualitäten am Zahn und der Fissurenversiegelung.

4.Inhaltliche und methodische Überlegungen zur Patienteninstruktion:

  • Grundlagen zur Förderung der Patientenmitarbeit
  • Notwendige Information des Patienten zu Beurteilung der eigenen Mundgesundheit
  • Ernährungsanalyse und -beratung
  • Non-Verbale Verhaltenselemente

Der Kurs vermittelt wichtige Aspekte dieser Teilbereiche und fügt sie zusammen in das präventives Praxiskonzept. Der Kursinhalt ist abgestimmt auf den begleitenden Zahnarztkurs.
WebsiteCreation: Dieter Reul